kurz: DSdNngwd, ihr-wisst-schon-wo oder – man soll ja keine Angst davor haben die Dinge beim Namen zu nennen (oder doch?) – Bielefeld. (Schon allein weil mir 5 mal vorher gesagt wurde, dass es das ja gar nicht gibt. Genau genommen wollte ich ja auch nach Brackwede, liegt ja aber im Straßenbahnnetz von ihr-wisst-schon-wo.)
Wobei ja doch einige Geschütze des Zufalls aufgefahren wurden, um mich am Erreichen von bzw. dem Weiterreisen in der-Stadt-deren-Name-nicht-genannt-werden-darf zu hindern. In Bremen war noch alles friedlich, sogar der Reginalexpress Richtung Osnabrück fuhr pünktlich ab. Aber dann 500m vor Twistringen kam dann die Durchsage: Es gab einen Personenschaden auf der Strecke, damit ist diese voll gesperrt, der Zug wartet auf unbestimmte Zeit in Twistringen. Super! (Anm.: die meisten mit denen ich später sprach meinten, ob sich die Menschen denn nicht von einem Hochhaus stürzen könnten, wo sie den öffentlichen Personenverkehr nicht behindern. Ich denke, dass man nicht daran denkt, falls man sich umbringen will, und es ansonsten auch angesichts der Umstände billigend in Kauf nimmt.)
10 Minuten später nochmal eine Durchsage: “Ich möchte noch einmal drauf hinweisen, dass sich auf der Strecke ein Personenschaden … – 10 Sekunden Pause – … *ergeben* hat. Da müssen jetzt erstmal Ärzte, Polizei, Feuerwehr und der Staatsanwalt weg, bevor die Strecke wieder freigegeben werden kann. Wir rechnen mit mindestens einer Stunde Aufenthalt.”
Nach 15 weiteren Minuten fiel der Hand voll Bahnmitarbeiter dann auf, dass die Gegenrichtung eventuell auch Züge bräuchte, also wurde der Zug umgebrochen und Schienenersatzverkehrsbusse angefordert. Wobei niemand von den Zugbegleitern wusste, ob ein Bus oder mehrere kommen würden oder von wo die angefordert wurden, nur *dass* sie kommen, wussten sie. Wobei angeblich auch bekannt war, wann “der erste” Bus eintreffen sollte, aber der kam auch 15 Minuten später als angekündigt, dafür aber nicht allein, sondern gleich 4 Busse. Zwei Busse sollten also Nonstop nach Osnabrück, zwei mit allen Haltestellen des Regionalexpresses. Nur waren sich Busfahrer untereinander und mit den Zugbegleitern nicht einig, welcher Bus nun welche der beiden Varianten übernimmt – nach ganzen 10 Minuten hatten sie sich dann aber geeinigt. Der Bus fuhr dann ca. 1,5h von Twistringen nach Osnabrück.
Gelangweilt habe ich mich nicht, denn es ergab sich eine angenehme Unterhaltung mit einer Kommunikationswissenschaftsstudentin aus Münster, die gerade für eine Klausur über das grobe Thema “Werbung” lernte – die Vorlagen zielten allesamt auf die Aufgabe “Wie bringe ich Leute dazu, Dinge zu kaufen, die sie nicht brauchen.” ab, z.B. auch, welche Gründe zu Werbungsverdrossenheit führen können (z.B. mit Werbung überfüllte Briefkästen). Man könnte das als Teil der “schwarzen Magie” der realen Welt sehen – aber die zu erforschen kann auch interessant sein, und man muss die Gefahren ja kennen, um sich dagegen zu wappnen, nicht wahr? Die Fahrt im Schienenersatzverkehrsbus mutete dann auch eher wie eine Besichtigungstour ein, denn der Busfahrer war sehr kommunikativ (und wir saßen recht weit vorne). Von “keine Angst, da vorne ist ne Baustelle, um die zu umfahren muss ich jetzt ein bisschen durch die Botanik fahren” bis zu “in der Gaststätte da vorne kann man gut essen” waren viele Bemerkungen und Anekdoten dabei, sodass die Zeit aufgrund dieser beiden Annehmlichkeiten wie im Flug verging.
Der Zufall wollte es dann jedenfalls auch, dass der Zug eine Stunde *nach* dem von mir angepeilten Anschlusszug 3 Minuten vor der Ankunft in Osnabrück abgefahren war. Naja, zu spät kam ich eh schon, also nun nochmal etwas mehr. Die nächste Westfalenbahn nach ihr-wisst-schon-wohin kam dann sogar pünktlich an, allerdings war dort im Straßenbahnnetz dank Bauarbeiten stellenweise nur ein Schienenersatzverkehr (wo ich aber vorgewarnt wurde). Warum man in der-Stadt-deren-Name-nicht-genannt-werden-darf nun 2 unterirdische Etagen braucht, erschloss sich mir nicht ganz. Dennoch erkannte ich es gerade noch rechtzeitig, um nicht versehentlich in die falsche Bahn zu steigen. Ebenso lustig war, dass die nun nur bis zum Rathaus fahrenden Linien 1 und 2 nicht 1 oder 2 dran stehen hatten, sondern schlichtweg “E”. Dort traf ich die erste Bielefelderin Einheimische, die auch von dieser Bennenung verwirrt war, aber wir entschieden uns, das dann einfach auszuprobieren, da das Gleis ja stimmte – und das gelang dann auch. Dann allerdings an der nächsten Haltestelle den Abfahrtsort der Schienenersatzverkehrsbusse zu finden und am Ankunftsort der Schienenersatzverkehrsbusse wieder die Straßenbahn zu finden, bedurfte es zwei weiterer Bielefelderinnen einheimischer Mädels, mit denen wir das also nun zu viert doch herausfanden.
Alles in allem war ich ja nur 2h 30min zu spät, prima-prima. Die Geburtstagsfeier in Brackwede war dafür umso schöner, dort hab ich dann mit netten Menschen Magic, Skat und Hero Quest gespielt – es hat sich also gelohnt, sich durch die-Stadt-deren-Name-nicht-genannt-werden-darf zu kämpfen. Zurück wurde ich mit einem Auto zum Bahnhof gefahren, musste also nicht wieder den ganzen Umsteige-Zirkus mitmachen

Das war das Charakter-Blatt meines Hero Quest-Charakters.
(Anm.: Ich habe “getankt” und musste bie jedem eingesteckten Treffer und jedem Heiltrank meine Körperkraft aktualisieren.)